F3A / RCIII Landesmeisterschaft 2011
M E G G E N H O F E N

Vom 25. bis 26. Juni 2011 wurde in Meggenhofen die offene Landesmeisterschaft in derKlasse F3A und die Landesmeisterschaft in der Klasse RCIII auf dem Modellflugplatz derSportunion Meggenhofen ausgetragen.Im Vorfeld hatten sich 18 Piloten für F3A angemeldet 17 davon waren schlussendlich amStart.Das Starterfeld für RC III war mit 4 Piloten leider relativ knapp besiedelt, was für die„Einsteigerklasse“ sehr schade ist, denn gerade hier kann man Wettbewerbserfahrung fürdie Königsklasse F3A sammeln.Wie üblich, wurde der Freitag vor dem Wettbewerbswochenende, von den Teilnehmern zumKennenlernen des Platzes mit umliegendem Gelände und zum Training genutztDer bestens vorbereitete Flugplatz ließ außer einem „weniger selektivem Wetter“ kaumWünsche offen.WettbewerbsverlaufAm Samstag ging es dann früh morgens (für ganz wenige etwas später ?) mit einigenTrainingsflügen und nach planmäßigen Vorflügen und Besprechungen um 09.30 mit demersten Starter los.Pünktlich, fast wie bestellt, hörte der Regen auf und es verbesserte sich zusehends das fürJuni doch ziemlich kühle Wetter. Zum Glück war die Stimmung bei den Piloten nicht so„kühl“.Im ersten Durchgang zog Gerhard Mayr mit Startnummer 6 erwartungsgemäß mit einemsouveränen Flug, der mit 1565 Punkten belohnt wurde auf und davon. Einzig HelmutDanksagmüller konnte sich dem „1500er Club“ mit 1535 Punkten anschließen und bliebnicht allzu weit hinter Gerhard zurück.Auf Platz 3 folgte mit Gernot Bruckmann einer der „Nachwuchspiloten“, der mit seinemDoppeldecker Fascination einen ebenfalls sehr ruhigen Flug bei beachtlich viel Wind zeigte,evtl. einen Tick zu weit weg um mehr Punkte zu bekommen.Knapp dahinter folgten die Routiniers Erich Filgas und Günter Ulsamer, der unseren lokalenBewerb mit „deutschem Einschlag“ international entsprechend aufwertete.Lokalmatador Tobias Kronlachner landete mit etwas Startschwierigkeiten auf Platz 11.Einen besonderen Flug durfte Patrick Hofmeier absolvieren, der „Verstärkung“ von obendurch einen stimmgewaltigen Kunstflug einer echten Staudacher bekam und sein Modellkaum mehr hören konnte. Verschärfte Bedingungen kann man hier nur sagen.Was sich hinter seinem Rücken abspielte war schon Echtkunstflug in Action ... darin möchteich nicht gesessen sein ?Im RC III waren durch die geringe Teilnehmeranzahl kaum Überraschungen zu erwarten undso zog Tobias im ersten Durchgang gleich mit riesigem Vorsprung auf und davon. Auch wenner das Programm kaum mehr trainiert ist er hier immer noch eine Klasse für sich.Durchgang zwei in der Klasse F3A brachte keine Änderungen bei den ersten drei Plätzen.Vize Europameister Gerhard Mayr spielte bei laufend besser werdenden Bedingungen seineRoutine aus und flog mit einer 1619 er Wertung mit dem nächsten 1000er weiter auf unddavon. Er gab seinen Mitstreitern auch nicht die kleinste Gelegenheit Boden gut zu machen.Wirklich sehenswert so ein Durchgang, wo andere mit dem Wind kämpfen und Gerhardfliegt auch hier seine gewohnt nahe Linie konsequent so, als ob der Wind kaum existierenwürde.Helmut Danksagmüller konnte Platz 2 weiter vor Gernot Bruckmann verteidigen der denruhigsten Doppeldecker im Feld flog. Tobias konnte sich mit einem meiner Ansicht nachrecht ansehnlichen Durchgang von Rang 11 bis auf Rang 6 vorschieben. Auch PatrickHofmeier als weiterer Nachwuchspilot blieb gut im Rennen.In RC III blieben die Plätze auch nach Durchgang 2 unverändert und hier sicherte sich Tobiaswie Gerhard im F3A schon im 2. Durchgang den Sieg. Somit war Platz 1 in beiden Klassenbereits am Samstag vergeben, aber dahinter ging es zum Teil eng zu und es war weiter mitSpannung am Sonntag zu rechnen.Samstagabend gab es nach den beiden Durchgängen als kleine Randveranstaltung einPetersfeuer mit Mini Feuerwerk und anschließendem Nachfliegen an dem einige jungeMitglieder des Vereines viel Freude hatten und es zeitweise so richtig „krachen“ ließen.Auch Gernot half mit seinem Viperjet tatkräftig mit. Danke nochmals an der Stelle.Passend zum F3A Bewerb flog Tobias Kronlachner sogar mit einer Multi-Color-LEDbeleuchteten F3A Maschine mit mittlerweile musikgesteuertem Lichtprogramm, welchesdurch eine eigene Fernsteuerung an das Modell übertragen wird. Beeindruckend, welcheIdeen Tobias im Modellbaubereich immer wieder hat und diese auch entsprechendkonsequent umsetzt. Woher mag er das wohl haben? … wie sagt man so schön ... „Der Apfelfällt nicht weit vom Stamm“ ?Am Sonntag spannte uns das Wetter durch tief hängende Regen und Dunstwolken ganzschön auf die Folter. Ab neun Uhr zeigte uns Patrick immer wieder kurze spannende„Blindflüge“ in den Wolken. Erst gegen 11.00 Uhr klarte es soweit auf, dass der 3. und letzteDurchgang begonnen werden konnte.Auch im 3. Durchgang kannte unser „Vize“ Gerhard Mayr kein Pardon und legte mit 1602abermals die „Punktelatte“ hoch und damit den 3. Tausender fest. Gernot Bruckmannpirschte sich von Durchgang zu Durchgang immer näher an Helmut heran, der sich aberschlussendlich trotzdem Platz 2 vor Gernot sichern konnte.Patrick Hofmaier konnte sich durch seine konstanten Flüge in Durchgang 2 und 3 auf denguten 6. Platz vorfliegen. Unser Lokalmatador Tobias fiel im 3. Durchgang leider wieder aufPlatz 10 zurück.Beachtenswert ist, dass Erich Filgas fast ohne Training (zumindest behaupten das dieKollegen, ich hab´s nicht geprüft) im Spitzenfeld mitfliegen kann und erreichte Platz 4 mitkleinem Abstand auf Günther Ulsamer der Platz 5 erreichte.Modelle und TechnikTechnisch gab es bei der Landesmeisterschaft kaum Neuigkeiten zu sehen. Alles bewährteTechnik, welche tadellos funktionierte. Es gab am gesamten Wochenende weder Ausfällenoch technische Gebrechen was die Durchführung von F3A / RCIII Bewerben für denVeranstalter vereinfacht.Nur ein „richtiger Motor“ (Zitat einiger Starter) war noch im RC III Teilnehmerfeld zu finden,aber auch hier scharrt das Elektromodell schon in den Startlöchern. Es waren ausnahmslos2x2m Maschinen zu sehen, auch in der RC III Einstiegsklasse.Erwähnenswert die neue Dreiblattluftschraube am Q80 von Günther Ulsamer welche eineneigenen tollen Sound entwickelt und das Modell nochmals deutlich leiser werden lässt.Auch bei der Landesmeisterschaft waren wieder einige Doppeldecker vertreten. GernotsDoppeldecker „Fascination“ erregte einiges Aufsehen und so durften einige Piloten gleichmit Gernots Wettbewerbsmodell probefliegen. Hier sieht man wie groß das Vertrauen derPiloten untereinander ist.Motortechnisch ist das Feld wie gehabt in der Hand von Hacker C50XL mit Getriebegefolgt von AXI. Der neue Hacker Q80 gewinnt wie man sehen kann zusehends mehrFreunde und Plettenbergs neuer Advance verrichtet im Siegermodell von Gerhardanstandslos und durchzugsstark seinen Dienst.Verpflegung und OrganisationZum Abschluss möchte ich mich im Namen der Sportunion Meggenhofen Sektion Modellflugbei allen Piloten, Punkterichtern, Funktionären, dem Wettbewerbsleiter und den zahlreichenHelferinnen und Helfern aus dem Verein sehr herzlich bedanken.Ein Wettbewerb ist ohne diese gute Zusammenarbeit im Verein einfach nicht durchführbar.Die Organisation und Auswertung lag wie gewohnt und vielfach bewährt in den Händen derFamilie Kronlachner. Kaum jemand verliert hier mehr ein Wort, weil es für vieleselbstverständlich geworden ist, dass alles perfekt und wie an Schnürchen funktioniert.Gerade deshalb möchte ich wieder einmal extra darauf hinweisen.Egal ob Anmeldung, Einladungen, Pokalspenden, Sponsoren, Abwicklung mit Landesverband,Wettbewerbsleitung, hyperschnelle Auswertung durch Tobias tolles Programm ... all das undviel mehr ist notwendig um den Bewerb technisch durchführen zu können.Die Verpflegung und vor allem das Kuchenbuffet unserer „Fliegerfrauen“ sind mittlerweilenicht mehr ganz unbekannt und ließen auch heuer das ein oder andere „Mmmhh“ verlauten.Ein herzlicher Dank gilt auch den vielen Firmen, die den Verein und die Veranstaltung miteiner wohlwollenden Spende bedacht haben!Auf ein hoffentlich zahlreiches Wiedersehen bei der nächsten Kunstflugveranstaltung inMeggenhofen freuen sich die „Meggenhofener Modellflieger“.Markus StadlbauerSportunion Meggenhofen, Sektion Modellflug